GESCHÄFTSBERICHT 2017

Finanzbericht

ERLÄUTERUNG DER GESCHÄFTSLAGE

EINLEITUNG

Trotz des immer anspruchsvolleren Umfelds wies die Gruppe 2017 eine solide Performance im operativen Geschäft aus. Infolge der rückl.ufigen Rendite im regulierten Geschäftsbereich, den härteren Marktbedingungen in der Gebäudetechnik und den Ungewissheiten in Verbindung mit der Energiestrategie 2050 kam es zu einem Umsatzrückgang von 2,5%.

Der Reingewinn von knapp 112 MCHF wurde massgeblich vom teilweisen Wegfall einer in Bezug auf die Beteiligung an der BKW AG verbuchten Wertminderung von ursprünglich 130 MCHF beeinflusst.

SOLIDE OPERATIVE PERFORMANCE

Der Konzernumsatz, der im Vorjahr die symbolische Marke von 700 MCHF durchbrochen hatte, verzeichnete im Berichtsjahr einen leichten Rückgang von 2,5%. Dies erklärt sich unter anderem aus der Herabsetzung des zulässigen kalkulatorischen Zinssatzes für das im Stromnetz gebundene Kapital. Die Dienstleistungen in den nicht regulierten Geschäftsbereichen trugen wesentlich dazu bei, dass der Umsatz auf erfreulichem Niveau verharrte.

Mit 552 MCHF blieb der Betriebsaufwand gegenüber dem Vorjahr stabil, nachdem er 2016 wegen der Erweiterung der Geschäftstätigkeit um den Bereich Gasverteilung stark gestiegen war. Die im Jahresverlauf erfolgte Auflösung belastender Verträge ging wie in den Vorjahren mit einer teilweisen Verwendung der Rückstellungen für den defizitären Betrieb eines Gas-Kombikraftwerks bzw. für die kostspieligen Deckungsgeschäfte auf den Energiebeschaffungsverträgen einher und dies für einen Gesamtbetrag von 13 MCHF.

Das gute Finanzergebnis der Gruppe ist zu einem Grossteil dem Know how und dem Engagement der rund 1‘850 Mitarbeitenden zu verdanken. Der Personalaufwand, der 2016 von einem einmaligen Aufwand in Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge beeinflusst worden war, blieb letztendlich mit 186 MCHF stabil, da der durch das Wachstum im Bereich der Energiedienstleistungen verursachte Personalaufwand den Einmaleffekten des Vorjahres entsprach.

Trotz der effizienten Kontrolle der Betriebskosten verringerte sich das Betriebsergebnis deutlich. Dies erklärt sich aus Wertberichtigungen von rund 28 MCHF auf gewissen Anlagen zur Wärmeerzeugung und -verteilung. Ohne ausserordentliche Posten weist das Betriebsergebnis der Gruppe eine stabile und solide Performance aus.

Der Anteil am Ergebnis der assoziierten Gesellschaften hat sich signifikant verschlechtert: von einem Plus von 21 MCHF im Jahr 2016 auf ein Minus von 2 MCHF im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieser Posten der Finanzrechnung wird via die Beteiligung an der EOS Holding von der Integration der Resultate der Alpiq-Gruppe geprägt.

Die Gruppe stellt sich den komplexen Herausforderungen am Energiemarkt und bietet nachhaltige und umfassende Lösungen.

ZUNAHME DER INVESTITIONEN UND SOLIDE FINANZIERUNG

2017 nahm die Bilanzsumme der Gruppe um 4,3% auf 2‘409 MCHF zu. Ein Grossteil dieser Zunahme entfällt auf die Sachanlagen. Dies erklärt sich aus den Investitionen, welche die Gruppe getätigt hat, um ihre Entwicklung in verschiedenen Geschäftsbereichen voranzutreiben.

Das Eigenkapital stieg dank des soliden Jahresergebnisses um 8,5%, was eine Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit bedeutet. Mit einem Anstieg der Eigenkapitalquote um 3 Prozentpunkte auf 76% und flüssigen Mitteln von über 130 MCHF steht die Gruppe finanziell gut da. Die Finanzverbindlichkeiten der Gruppe, die Ende 2016 vorübergehend gestiegen waren, sind 2017 wie erwartet wieder gefallen und machen weniger als 10% der Bilanzsumme aus.

GELDZUFLUSS AUS BETRIEBSTÄTIGKEIT

Im abgelaufenen Geschäftsjahr resultierte die Betriebstätigkeit in einem positiven Geldfluss von rund 172 MCHF. Dieser Geldzufluss ermöglicht es der Gruppe, ihre gezielte, aber diversifizierte Investitionspolitik fortzusetzen. Diese dient einerseits der Instandhaltung der bestehenden Produktions- und Verteilanlagen, andererseits der Umsetzung der strategischen Wachstumsziele.

Die Ausgliederung von nichtstrategischen Beteiligungen sorgte für einen Geldzufluss in Höhe von rund 6 MCHF. Das für den vorübergehenden Rückkauf eines Pakets eigener Aktien Ende 2016 aufgenommene Darlehen konnte im Berichtsjahr zurückgezahlt werden, da der Grossteil dieser Titel Anfang 2017 wieder verkauft wurde.

STABILE DIVIDENDE

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 7. Juni 2018 eine stabile Dividende von 4,10 CHF pro Aktie vorschlagen. Basierend auf dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis beträgt die Ausschüttungsquote rund 36%.

PERSPEKTIVEN

Der Wandel in der Strombranche setzt sich fort. Groupe E wird ihrer Rolle als wichtiger Marktakteur gerecht und setzt erfolgreich eine innovative und ambitiöse Strategie zur Ausweitung ihres Angebots um. Die Gruppe stellt sich den komplexen Herausforderungen am Energiemarkt und bietet nachhaltige und umfassende Lösungen. Trotz des anhaltenden Drucks auf das operative Ergebnis rechnet der Konzern für das Jahr 2018 mit einem vergleichbaren Betriebsergebnis wie 2017.