GESCHÄFTSBERICHT 2017

Gesellschaftliche Verantwortung und Engagement

IM MITTELPUNKT JEDER TÄTIGKEIT: DIE NACHHALTIGKEIT

Wer die Herausforderungen von morgen meistern will, muss heute schon verantwortungsvoll denken und handeln. Unter diesem Leitgedanken unterstützt Groupe E Initiativen, die der Umwelt, der Kundenkommunikation, dem Vereinsleben, der Personalführung und der Ausbildung ihrer Lernenden zugutekommen.

SCHRUMPFENDER ÖKOLOGISCHER FUSSABDRUCK

Jahr für Jahr unternimmt Groupe E weitere Anstrengungen, um die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf die Umwelt aktiv zu verringern. Dass diese Bemühungen Früchte tragen, belegt der Rückgang des CO2-Ausstosses des Unternehmens um 4% auf derzeit 3‘235 t CO2eq jährlich. Diese Vorgehensweise entspricht einem ihrer zentralen Unternehmenswerte – der Nachhaltigkeit – und erfüllt die Forderungen der Norm ISO14001 :2015.

2017 führte Groupe E zudem eine eingehende Analyse von Massnahmen durch, mit denen das Unternehmen seine Praktiken mit den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung mittelfristig noch besser in Einklang bringen kann. Dabei wurden Sieben Bereiche identifiziert, darunter einige, von denen deutliche Umwelteinflüsse ausgehen: Mobilität, Recycling, Kreislaufwirtschaft, die Reduktion von Treibhausgasen, die Intensivierung der Umweltberichterstattung und mehr Transparenz. Diese Aspekte wurden als Prioritäten eingestuft und fliessen in den Aktionsplan 2018 ein.

Jahr für Jahr unternimmt Groupe E weitere Anstrengungen, um die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf die Umwelt aktiv zu verringern.

UMWELTSCHUTZ WIRD GROSS GESCHRIEBEN

Groupe E prüfte auch 2017 Optionen für die Sanierung ihrer Wasserkraftwerke gemäss dem Gewässerschutzgesetz (GSchG).

Das gilt beispielsweise für das Wasserkraftwerk Schiffenen, wo die Auswirkungen von Schwall und Sunk durch angemessene Massnahmen verringert werden sollen, und für die Staumauer Magere Au in Freiburg, wo Groupe E das Verhalten der Fische beobachtet, um den Fischabstieg zu erleichtern. Für die Morphologie der Fliessgewässer interessieren sich auch Umweltspezialisten wie das Komitee des Fonds Naturemade Star Magere Au, das ein Projekt in der Saane initiiert hat. Der Fonds wird den nicht subventionierten Teil der Kosten übernehmen. Im Rahmen des Projekts Le Châtelot finden zurzeit Arbeiten am Doubs statt.

Um diesen Fluss geht es auch im neuen gemeinsamen Wasserreglement für die Kraftwerke am Doubs, das im Oktober 2017 von der Schweiz und Frankreich unterzeichnet wurde. Betroffen sind die Wasserkraftwerke Le Châtelot, Le Refrain und La Goule. Im Auftrag der Société des Forces Motrices du Châtelot entwickelten Fachleute von Groupe E Lösungsansätze, mit denen sich die Lebensbedingungen der Fische in diesem Gewässer möglichst ohne Einbussen bei der Stromproduktion verbessern lassen. Das neue Reglement ist das Ergebnis eines umfassenden Programms, das die Behörden 2012 auf den Weg brachten, um neue Methoden für die gemeinsame Bewirtschaftung der drei Kraftwerke zu ermitteln.

Im Frühjahr 2017 fand man Tausende toter Lauben im Flussbett der Saane. Im Einvernehmen mit dem Amt für Wald, Wild und Fischerei reduzierte Groupe E daraufhin unverzüglich die Turbinenleistung des Kraftwerks Oelberg. Im Oktober wurde eine Kiesbank neu gestaltet. Man schuf damit zwei Abflusskanäle und gab den Fischen so die Möglichkeit, sich bei Durchflussmengen von weniger als 15 m3/s ins Flussbett zurückzuziehen. Auch der Stromtransport muss nach ökologischen Kriterien überwacht werden. Zurzeit läuft beispielsweise ein Projekt zur Wiederansiedelung des Fischadlers in der Region Bellechasse. Um Verletzungen der Greifvögel vorzubeugen, sicherte Groupe E die Hochspannungsmasten im Umkreis des dafür vorgesehenen Gebiets.

Auf groupe-e.chKies zur Revitalisierung der Saane

DIGITALISIERUNG FÜR UNSERE KUNDEN

Groupe E legt grossen Wert auf die Kundenbeziehungen und geht auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein, indem sie ihnen die jeweils besten Lösungen anbietet und ihnen damit den Alltag erleichtert.

Um die Präsentation ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verbessern und die Erwartungen ihrer Kunden besser zu erfüllen, gestaltete Groupe E ihren Internetauftritt von Grund auf neu. Der zeitgleich lancierte E-Shop bietet den zudem die Möglichkeit, unter rund 600 Artikeln auszuwählen und online mit wenigen Mausklicks die gewünschten Elektrohaushaltsgeräte oder Dienstleistungen zu bestellen. Dieser neue Service ergänzt das Angebot der Verkaufsstellen von Groupe E plus.

Um die Qualität ihrer Dienstleistungen weiter zu verbessern, führt Groupe E regelmässig Umfragen zur Kundenzufriedenheit durch. 2017 wandte sie sich an Grossunternehmen und öffentliche Gemeinwesen. Der wichtigste Indikator ist dabei die Bereitschaft der Kunden, das Unternehmen weiterzuempfehlen. Die Umfrage erbrachte ein äusserst erfreuliches Ergebnis.

Im Internet : E-shop

FÖRDERUNG DES GESELLSCHAFTLICHEN LEBENS IN DER REGION

Auch 2017 engagierte sich Groupe E in den Bereichen Sport, Kultur, Freizeit und Soziales. Ein Höhepunkt des Jahres war der Sieg des aus Studierenden verschiedener Hochschulen rekrutierten Teams der Swiss Living Challenge beim Solar Decathlon. Als Diamant-Sponsor beriet Groupe E die Studierenden von der Konzeptionsphase bis zur Realisierung des Projekts.

Auch im kulturellen Bereich setzte sich Groupe E weiter ein, insbesondere für das Montreux Jazz Festival, die Oper in Freiburg und das Festival Rock Oz’Arènes in Avenches. Ihren Sportsgeist bewies Groupe E als treue Förderin des HC Fribourg-Gottéron, von Fribourg Olympic, Neuchâtel Xamax FCS, Union Neuchâtel oder auch mit der Groupe E Tour. Im Rahmen der 4 Pfeiler der Freiburger Wirtschaft sponserte Groupe E zudem die Ballonpiloten der Fribourg Freiburg Challenge beim Gasballonrennen um den Gordon Bennett Cup 2017.

Im Bereich Bildung und Kultur begeisterte sich Groupe E für ein Projekt des Freiburger Sängers Gustav. Die von ihm gegründete Gustav Akademie bietet Ausbildungskurse für jeweils 20 junge Musikerinnen und Musiker aus beiden Sprachregionen des Kantons Freiburg an. Groupe E unterstützte die Akademie insbesondere durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten in der Freiburger Unterstadt.

Das Groupe E RoadLab war auch 2017 unterwegs zu Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt. Dank eines neuen Konzepts kann der Lernbus seine Fahrt auch 2018 mit einem überarbeiteten didaktischen Angebot fortsetzen.

Auf unserem Blog: Musik als Bindeglied

BEISPIELHAFTER ARBEITGEBER

Ende 2017 beschäftigten Groupe E und die Unternehmen der Firmengruppe (Groupe E Celsius, Groupe E Connect, Groupe E Entretec, Groupe E Greenwatt und Groupe E plus) 1‘546 Mitarbeitende in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Waadt, Genf und Wallis, sprich 2% mehr als im Vorjahr. Innerhalb des Konsolidierungskreises zählt die Gruppe rund 1‘850 Mitarbeitende.

Wohl wissend, dass die Mitarbeitenden ihre kostbarste Ressource sind, unterstützt Groupe E sie in ihrer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Angesichts der anstehenden Veränderungen durchliefen die Führungskr.fte Schulungen im Lean Management, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und die Zufriedenheit seiner Kunden sicherzustellen. Einige Geschäftsbereiche setzen diese Methode schon jetzt mit Erfolg um.

Um die Effizienz des Unternehmens weiter zu steigern, nimmt Groupe E eine schrittweise interne Umstrukturierung vor. Ihre Supportfunktionen wie Marketing, Finanzen oder Human Resources werden gebündelt, die betroffenen Mitarbeitenden dabei jedoch durch begleitende Massnahmen unterstützt.

Dem Personalwesen kommt zudem die zunehmende Digitalisierung zugute. Die Direktion Human Resources nutzt nun ein hochmodernes IT-Tool (Système d’Informations Ressources Humaines oder SIRH). Die Software steht den HR, den Führungskr.ften wie auch den Mitarbeitenden zur Verfügung und ermöglicht Einsparungen bei den Verwaltungskosten. Groupe E Connect verzichtet ferner im Interesse der Nachhaltigkeit auf den Postversand der Lohnabrechnungen und stellt diese den Mitarbeitenden stattdessen direkt im System bereit, in das sie sich auch von Zuhause aus einloggen können.

Groupe E ist stets auf der Suche nach dynamischen Kräften, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Dank ihres neuen Internetauftritts verfügt die Firmengruppe nun über eine Art Schaufenster. Angezeigt werden unter anderem alle offenen Stellen in den verschiedenen Berufs- gruppen sowie die Ausbildungsgänge. Interessenten können ihre Bewerbung direkt online einreichen.

Als ausbildende Unternehmen haben Groupe E und die Unternehmen der Firmengruppe 2017 insgesamt 57 neue Lernende in 10 verschiedenen Berufen eingestellt. Damit beläuft sich die Anzahl Lernenender nun auf insgesamt 176, sprich 7 Lernende mehr als im Vorjahr. Um die Arbeit der bei Groupe E Connect ausgebildeten Lernenden und ihrer Ausbildner aufzuwerten, werden die jeweils besten Lehrabgänger mit drei neu geschaffenen Preisen ausgezeichnet.

AUSBILDUNG – EINE INVESTITION IN DIE ZUKUNFT

Auf den NeighborHub, Prototyp und klarer Sieger des Solar Decathlon, ist Groupe E besonders stolz.

Von Beginn an unterstützte das Unternehmen das Schweizer Team als einer der Hauptsponsoren und durch die Fachkompetenz ihrer Spezialisten, die den Studentinnen und Studenten beratend zur Seite standen. Besonders am Herzen lag Groupe E, dass sie damit einen konkreten Beitrag zur Ausbildung leisten konnte, denn der Solar Decathlon war für die jungen Leute eine hervorragende Gelegenheit, in einem ungewohnten Bereich praktische Erfahrungen zu sammeln und zugleich für erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu werben sowie innovative Antworten auf die Herausforderungen im Bereich Energie zu liefern.

Die Unternehmen der Firmengruppe leisteten wertvolle Unterstützung in den Bereichen Energieeffizienz, Heizung, Lüftung und Elektroanschlüsse. Groupe E plus beriet das Team bei den Elektrohaushaltsgeräten bezüglich Qualität und Effizienz der gewählten Geräte. Groupe E Connect stellte im Rahmen der Connect Academy zwei Lernende für das Projekt zur Verfügung – einen Automatiker und einen Elektroinstallateur – die tatkräftig an der Konstruktion des NeighborHub mitwirkten. «Es war eine wichtige Erfahrung und zugleich eine gute Vorbereitung für meine Abschlussprüfungen », freut sich der angehende Automatiker Milan Milenkovic.

Der NeighborHub förderte so auch den Wissensaustausch zwischen Studierenden, Energieexperten und Lernenden und bescherte dem Schweizer Team damit einen überragenden Sieg.

VideoUnsere Lehrlinge im Herzen des Projekts « Swiss Living Challenge »